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Volle Energie für Elektroautos in 20 Minuten

26.06.2012

Erste Schnellladestation auf Wiens Straßen in Betrieb


Wien, 26. Juni 2012. Heute wurde von den VIBRATe Projektpartnern EVN, Wien Energie, VERBUND und Západoslovenská energetika die erste Schnellladestation im öffentlichen Raum am Gaudenzdorfer Gürtel, einem zentralen Verkehrsknotenpunkt Wiens feierlich eröffnet. Diese erlaubt Nutzern von Elektrofahrzeugen in rund 20 Minuten die Batterie aufzuladen. Damit hat das grenzübergreifende Elektromobilitätsprojekt VIBRATE einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur emissionsfreien und energieeffizienten Mobilität in der Region Bratislava, Wien und Niederösterreich erreicht.

Mit dieser ersten Schnellladestation auf Wiens Straßen wird ein Teil des Netzwerkes an Ladestationen in der Twin City Region Wien – Bratislava realisiert. Damit wird gewährleistet, dass E-Mobilisten auf ihren Fahrten in der Region immer mobil sind. Zusätzlich zur VIBRATe Station stehen für e-mobile Pendler bereits weitere Schnellladestationen zur Verfügung: in Wien in der Beethovengarage (Betreiber: Wien Energie) und am Parkplatz der Billa-Filiale an der Triesterstraße (Betreiber: VERBUND).
 
Ziel des Projekts VIBRATe ist die Demonstration eines funktionierenden Gesamtsystems Elektromobilität. Im Rahmen des Projekts werden in den nächsten Monaten weitere Ladestationen an ausgewählten öffentlichen und semi-öffentlichen (beispielsweise Kundenparkplätze bei Einkaufszentren) Stellen für Schnell- und Normalladung aufgebaut. Schwerpunkt ist die Demonstration der Benutzerfreundlichkeit von Elektrofahrzeugen im Verkehrsalltag. Auch die grenzüberschreitende Verfügbarkeit aller Services zählt dazu.
 
Elektrofahrzeuge sind drei- bis viermal so energieeffizient unterwegs wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Deshalb werden sie wesentlich zur Stabilisierung des Energieverbrauchs beitragen. Darüber hinaus werden durch den Einsatz ausschließlich erneuerbarer Energie in Form von Strom aus Wasser- und Windkraft die Abhängigkeit von fossiler Energie und die CO2-Emissionen – speziell im Transportsektor – reduziert. Erklärtes Ziel der Projektpartner ist, die Vorteile einer emissionsfreien und energieeffizienteren Mobilität erlebbar zu machen und Bewusstsein dafür in der Öffentlichkeit zu schaffen. Mit dem Effekt, dass mehr Autofahrer auf umweltschonende Mobilität umsteigen.
 
Seit Jahresbeginn 2012 sind in dem von der Europäischen Union geförderten Projekt vierzehn Organisationen mit Elektromobilen im Raum Wien, Niederösterreich, Bratislava unterwegs, die die Fahrzeuge im täglichen Betrieb nutzen. Ihre Erfahrungen werden im Projekt zwei Jahre lang gesammelt und der Öffentlichkeit präsentiert.
 
Die elektromobilen "Grenzgänger" der Wien - Bratislava Elektromobilitätsregion sind:
Samariterbund Wien, Umweltbundesamt, Wiener Hilfswerk, Gemeinde Bruck/Leitha, PDTS GmbH, Marktgemeinde Maria Enzersdorf, Gemeinde Prellenkirchen (im Wechsel mit EVN Bruck/Leitha), Tiergarten Schönbrunn, Technische Universität Wien, Wien Work, Magistrat Bratislava , Selbstverwaltungsbezirk Bratislava, Stadtteil Bratislava-Petrzalka, Wirtschaftsministerium der Slowakischen Republik, Ministerium für Agrarwirtschaft und provinzielle Entwicklung der Slowakischen Republik.


Vorbildwirkung für Österreich und Slowakei
Die Twin-City-Elektromobilitätsmodellregion umfasst die Städte Bratislava und Wien sowie die Region zwischen den beiden Städten und damit auch Teile Niederösterreichs. Der Großraum Wien–Bratislava mit rund 3 Millionen Einwohnern birgt ein hohes Potenzial für die Elektromobilität.

Es handelt sich um das erste gemeinsame Projekt zwischen österreichischen und slowakischen Energieunternehmen. Unterstützt wird das Projekt außer von der EU auch vom Wirtschaftsministerium (BMWFJ) und allen zuständigen Regionalregierungen, wie den Magistraten der Städte Wien und Bratislava sowie den Landesregierungen Bratislava und Niederösterreich.


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